Entstanden ist der Frankfurter Palmengarten, weil der Herzog von Nassau zur Zeit der Annektierung des Herzogtums und Frankfurts durch die Preußen gezwungen war, seine exotische Pflanzensammlung, die berühmten "Biebricher Wintergärten", zu verkaufen.
Die Stadt Frankfurt überließ der daraufhin von Frankfurter Bürgern gegründeten Aktiengesellschaft sieben Hektar Land. 1869 zogen die Gewächshäuser um, 1870 gab es schon erste Blumenausstellungen und 1871 wurde der Palmengarten festlich eröffnet.
Seit 2012 gehört auch der unmittelbar an den Palmengarten grenzende Botanische Garten zu der Anlage dazu.
Der Rhododendronpark in Kromlau gehört zu den größten Parkanlagen in Sachsen. Der Park liegt im Norden des Landkreises Görlitz, es ist ein Ortsteil von Gablenz.
Friedrich Herrmann Rötschke erwarb 1842 das Rittergut Kromlau und begann 1844 den Park ähnlich dem Stil von Pückler aufzubauen.
Das Besondere der Bundesgartenschau 2009 war die Integration der Gärten mit dem Schweriner See und der Schlossanlage. Thema war die Entwicklung der Gartenbaukunst vom 18. Jahrhundert bis heute. Es war eine Ausstellung der Sieben Gärten. Dies soll in diesem Album nach und nach dokumentiert werden.
Der Nationalpark Hainich liegt im Zentrum des Städtedreiecks Gotha, Eisenach und Mühlhausen. Im östlichsten Teil, zwischen den Ortschaften Zimmern und Craula, etwa 10 Kilometer westlich der Kurstadt Bad Langensalza, befindet sich der Baumkronenpfad. Dieser wurde 2005 eröffnet, 2009 erweitert und ist nun mit einer Länge von etwa 530 Metern der längste Gipfelweg Deutschlands. Beim Durchwandern steigt man in mehreren Etagen dem Urwald sozusagen aufs Dach. Der Rundgang ist in vier Abschnitte eingeteilt, die man durch die Tore Fledermaus, Specht, Wildkatze und Schmetterling nacheinander durchschreitet. Interessant gestaltete Informationsbereiche vermitteln manch Neues, auch Überraschendes über unsere Tier- und Pflanzenwelt. Hier leben zahlreiche Kleinsäuger, Vögel, Käfer, Spinnen und Schmetterlinge. Es ist ein Erlebnis besonderer Art, in Gipfelhöhe durch den Wald zu gehen. Den Kindern bieten zwei Hängebrücken einen Hauch von Abenteuer, wenn sie in schwindelnder Höhe durch diese Passagen balancieren. Von der Aussichtsplattform des 40 Meter hohen Aussichtsturmes aus schweift dann der Blick über das Thüringer Becken bis zu den Höhen von Harz und Thüringer Wald.
Der zoologische-botanische Garten in Stuttgart geht in das 18 Jahrhundert zurück und wurde damals vom König Wilhelm 1 von Württemberg indirekt ins Leben gerufen. Es sollte eigentlich im Park durch den Fund von Mineralquellen ein Badehaus entstehen und es wurde ein Architekt mit der Planung beauftragt. Es gingen durch Hungersnot und Geldmangel noch viele Jahre übers Land.
1842 wurde mit dem Bau begonnen, das erste Gebäude wurde nach Anweisung des Königs Wilhelma benannt.
Der Englische Garten am Westufer der Isar zählt weltweit zu den größten innerstädtischen Parkanlagen. Mit einer Gesamtfläche von 373 Hektar ist er sogar größer als der Central Park in New York. 1789 erteilte Kurfürst Carl Theodor von Bayern den Auftrag, an der Isar einen öffentlichen Park anzulegen. Den Namen >Englischer Garten< erhielt der Park, weil er im Stile eines englischen Landschaftsgartens angelegt wurde. Ziel war es, sich bei der Gartengestaltung - im Gegensatz zur geometrischen Strenge des französischen Barockgartens - nach dem zu richten, was die Natur an Ausblicken zu bieten hat. Im Englischen Garten spiegelt sich das Prinzip der natürlichen Landschaft, die durch abwechslungsreiche, malerische Eindrücke im Sinne des Ideals eines >begehbaren Landschaftsgemäldes< dem Betrachter Vergnügen bereiten soll.
Für mich war es eine überraschende Feststellung, mit welcher Selbstverständlichkeit die Besucher Besitz von >ihrem< Park ergreifen. Wer mag, kann sich ganz ungezwungen auf den Wiesen tummeln, Ball spielen, ein schattiges Plätzchen fürs Picknick nutzen, als Reiter, Jogger oder Radler den Park durchqueren, im Schwabinger Bach baden oder nur ein Sonnenbad genießen oder oder oder ...
Der Greizer Park zählt zu den schönsten Landschaftsparks Thüringens. Greiz liegt im Tal der Weißen Elster im thüringischen Vogtland. Bedeutung hatte die Stadt früher als Residenz der Fürsten von Reuß älterer Linie, die bis 1918 herrschten. Im Park liegt das Sommerpalais, heute im Besitz der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. Der Landschaftspark (zu DDR-Zeiten >Leninpark< genannt) entstand in seiner heutigen Form 1876 nach englischem Vorbild. Er zieht sich im Tal der Weißen Elster bis zum Greizer Stadtrand hin.
Hier möchte ich eine Bildserie vorstellen, deren Autor mein Sohn ist. Angeregt von den Erzählungen über meine 5-tägige Parisreise im September 2007 ergab sich für ihn die Möglichkeit, Anfang Juli ds. Js. ein gleiches Reiseangebot nutzen zu können. Meine vor 5 Jahren gemachten Aufnahmen waren einem Computerabsturz zum Opfer gefallen und so war das Interesse an seinen Bildern groß. Hans-Jürgen hatte sich aber auch viel intensiver mit den Gartenanlagen des Schlosses befasst, als ich es damals bei zeitlicher Einschränkung tun konnte. Das Ergebnis war so gelungen, dass ich darum bat, seine Bildreihe hier im Forum zeigen zu dürfen. Er willigte ein und ich denke, dass die Fotos auf euer Interesse stoßen werden.
Die Gartenanlagen des Schlosses von Versaille gehen auf den für Ludwig XIII. geschaffenen "Petit Parc" zurück. Sie wurden in ihrer heutigen Ausdehnung zwischen 1662 und 1689 in 3 Etappen geschaffen.
Der Schlosspark gliedert sich in 3 für alle Barockgärten typische Bereiche: Die dem Schloss nahen Parterres (einem flachen und nur niedrig bepflanzten Gelände), die anschließenden Boskette ("Wäldchen") und dem fernen Jagdwald.
Vor dem Nord- und dem Südflügel des Schlosses befinden sich prächtige Barockgärten, die mit ornamentalen Blumenpflanzungen, zahlreichen Prunkvasen und Statuen dekoriert sind.
Wie das Schloss, so diente auch der Park der Verherrlichung des Sonnenkönigs. Die Gärten steigen, durch Terrassen gegliedert, zum Schloss an, so dass man sich nicht nur symbolisch hoch zum König begab.
In der Berg- und Rosenstadt Sangerhausen im Südharz (Sachsen-Anhalt) liegt das Europa-Rosarium mit der größten Rosensammlung der Welt. Das ist ein riesengroßer Park, indem nicht nur Rosen zu bewundern sind. Es gibt herrliche lauschige Plätzchen und verschiedene Gartenstile zu betrachten und zu genießen ...
Hermann Fürst Pückler-Muskau war nicht nur ein Standesherr, sondern auch ein Landschaftskünstler. Er schuf mehrere wunderschöne romantische Landschaftsgärten - der in Bad Muskau ist mit 830 Hektar das größte. Er gefiel dem Kronprinzen Wilhelm I. so gut, dass Pückler in Potsdam den Park Babelsberg gestalten durfte. Der Bad Muskauer Park liegt an der Neiße und erstreckt sich über die Grenze zwischen Deutschland und Polen hinweg. Seit 2003 gehört er zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Pünktlich zur 750- Jahrfeier Berlins wurde 1987 auf einem 21 Hektar großen Areal in Europas größtem Neubaugebiet im Berliner Osten dieser weitläufige Erholungspark zunächst als Gartenschau eröffnet. Es war das Geschenk der Gärtner an ihre Stadt. Inzwischen sind hier authentische Parkanlagen entstanden, von Gartenarchitekten aus fernen Ländern gestaltet. Teilweise wurden nicht nur die Pflanzen sondern auch andere Originalmaterialien, wie Holz, Steine, Felsen, Skulpturen, Möbel aus den Herkunftsländern hergeschafft. Einige habe ich für euch fotografiert - hier eine Auswahl ...
Am 30.Juni 2011 eröffnete der Zoo Leipzig die Riesentropenhalle Gondwanaland. Mit einer Fläche von mehr als zwei Fußballfeldern und einer Höhe von 34,5 Metern ist sie die größte Tropenhalle Europas.
Wenn man den Berliner Tierpark in Friedrichsfelde durch das große schmiedeeiserne Tor betritt, hat man zunächst nicht den Eindruck, dass man sich in einem Tierpark befindet. Linkerhand präsentiert sich ein Schloss im frühklassizistischen Stil. Man steht vor einem riesiger Brunnen mit zwei mächtigen Wasserfontänen, rechts kann man ein im barocken Stil gestaltetes Gartenparterre sehen und hinter dem Schloss erkennt man einen Wandelgang an einem Wasserlauf entlang und eine ebenfalls symmetrisch aufgebaute Gartenfläche mit weißen Skulpturen, die sich (im August) herrlich von den bunten Sommerblumen und grünen Wiesen abheben. Wenn man dieses zur Schlossanlage gehörende Gartenensemble durchquert hat, gelangt man in den von Peter Joseph Lenné gestalteten Landschaftspark. Den Auftrag zur Umgestaltung gab 1821 der damalige Schlossherr Johann Karl Sigismund von Treskow. In diesen Park mit herrlichem alten Baumbestand sind die Gehege der Tiere harmonisch integriert. Viele Freigehege sorgen dafür, dass man manchmal das Gefühl hat, den Tieren in ihrem natürlichen Umfeld zu begegnen. Verschlungene Wege führen den Besucher in entlegene Winkel, hinter jeder Biegung bietet sich eine neue Sicht auf Landschaft und Tierwelt. Zu einem Tierpark wurde diese Anlage erst ab 1955, da der Zoo im Westteil Berlins, also im britischen Sektor, lag und somit der Hauptstadt der DDR ein Tiergarten fehlte. Aber es gibt eben nicht nur seltene und fremdländische Tiere in diesem Park sondern auch exotische Pflanzen, z.B. in den großen Tierhallen, in denen ein besonderes tropisches Klima herrscht. 1974 wurde zu Ehren des bekannten Gartenarchitekten Karl Foerster (gest. 1970) ein Karl-Foerster-Garten angelegt. Daran kann ich mich noch gut erinnern … mehr dazu im Album.
Wer hat, der kann. Der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm schenkte seiner Gemahlin Luise Henriette gleich einen ganzen Ort, nämlich das märkische Botzow. Später wurde der Ort in Oranienburg umbenannt. Wen wundert’s - die neue Herrin war eine gebürtige Prinzessin von Oranien.
Im Jahr 2009 fand die Landesgartenschau Brandenburgs in diesem Oranienburg rund um das Schloss statt.
Aber auch heute noch lädt dieser wudnervolle Park zum Träumen ein. Deshalb erweitere ich die Serie um ein paar Herbstimpressionen aus dem Jahr 2011.
Bilder - 05 Schöne Gärten und Parks
Brücke Zar Alexanders III. (PARIS Sept. 2007) Stapsi1354137319