
Für viele Berliner ist das beschauliche Altlandsberg in Märkisch Oderland nur ein Nadelöhr auf dem Weg ins
Wochenende - mit Kopfsteinpflaster, 30er Zone und, wenn man Pech hat, sogar mit Stau. Wer sich aber die Mühe
macht, anzuhalten und ein paar Schritte zu gehen, kann Interessantes entdecken.
Von den Straßen aus grüßen bürgerliche Fassaden, wie in anderen Kleinstädten auch. Geht man jedoch durch die fast
immer offenen Toreinfahrten, ist man plötzlich von bäuerlichem Ambiente und blühenden Gärten umgeben.
Altlandsberg ist ein Ackerbürgerstädtchen. Bauern und Fischer lebten in Stadtwohnungen, das Vieh wurde dahinter in
Ställen gehalten und für die Ernteerträge gab es am Stadtrand ein Scheunenviertel.
Jedem Mieter der ehrwürdigen Bürgerhäuser steht heute die Nutzung der Höfe und Gärten frei. Die alten Stallungen
wurden fachgerecht restauriert und die Gärten liebevoll gestaltet. In jedem Jahr am ersten Sonnabend im September
laden die Hausgemeinschaften im Rahmen des Vogelscheuchen-Festes zu den "Offenen Höfen" ein. Und das ist nicht
nur ein Augenschmaus - überall duftet es nach Kaffee und Selbstgebackenem …
Am vergangenen Sonnabend war es wieder soweit. Wollt ihr auch mal schauen?
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